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Thüringen 1617: Kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg vergiftet Missgunst die Herzen der Menschen, Armut und Nöte bestimmen ihr Leben und Handeln. Über dem ganzen Land liegt Unheil wie ein drohendes Unwetter, und mancher Orts verdunkeln Rauchwolken den Himmel. Brennen sollen die Dämonen, die Hexen und Zauberer, die für die Missernten und anderes Übel verantwortlich sind!
In dieser dunklen Zeit sind fünf junge Menschen auf der Flucht, jeder von ihnen vor einem Schicksal, dem zu entrinnen unmöglich scheint: Katharina, die Tochter einer wohlhabenden Töpferfamilie, will der Ehe mit ihrem Schwager Otto entgehen, um die sie ihre Schwester Silvia auf dem Sterbebett gebeten hatte. Der reiche Erbe Johann flieht gemeinsam mit der Magd Franziska in die Wälder. Sein Vater, der Großbauer am Ort, hatte das Mädchen als Hexe angeklagt, aus Angst der Sohn könne ihn durch die Heirat mit einer Magd entehren. Als eindeutigen Beweis für Franziskas Bund mit dem Teufel führt der Bauer ein unverkennbares »Hexenmal« auf ihrem Steiß an. Burghard, der junge Franziskaner, war auf seinen Reisen dem charismatischen Magier Barnabas begegnet und stand einige Zeit unter seinem Einfluss. Fast zu spät erkennt der Mönch, welch große Schuld er durch das Beiwohnen bei Hexenprozessen auf sich geladen hat, und beschließt, ein neues Leben zu beginnen. Und auch Clemens, der nur knapp einem Mordkomplott seines intriganten Schwagers entgangen ist, muss noch immer um sein Leben fürchten und verlässt den heimischen Hof. Doch die Häscher sind den Flüchtenden dicht auf den Fersen …
